
Werner Haser, Referent für Schul- und Unterrichtsgestaltung (buchbar)
Abschied vom Unterricht wie wir ihn kennen
ein Plädoyer für freies Lernen in Selbstbestimmung
Selbstbestimmtes Lernen und Schulreform stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Es verbindet persönliche Erfahrungen mit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem bestehenden Schulsystem und entwickelt Perspektiven für freies und selbstgesteuertes Lernen in Eigenverantwortung. Historische Entwicklungen, Erkenntnisse der Bildungs- und Lernforschung, Kritik an traditionellen Schulstrukturen und alternative Schulkonzepte führen dabei zu einer zentralen Frage: Wie können wir Schule so verändern, dass die Potezialentfaltung, Selbstwirksamkeit und das Lernen junger Menschen stärker in den Mittelpunkt rücken?
Das Buch versteht sich als engagiertes Plädoyer für eine grundlegende Transformation von Schule, verbindet seine bildungspolitischen und pädagogischen Positionen jedoch mit Erkenntnissen der Lernpsychologie, Motivationsforschung, Unterrichtsforschung und Schulentwicklungsforschung. Es will nicht nur informieren, sondern dazu anregen, vertraute Strukturen von Schule neu zu betrachten und wissenschaftlich begründete Alternativen zu diskutieren.
Ausgangspunkt des Buches ist die These, dass wesentliche Strukturen des traditionellen Schulsystems noch immer stark von Selektion, Bewertung, Standardisierung und Kontrolle geprägt sind. Kritisch untersucht werden unter anderem Notengebung, frühe Auslese, Leistungsdruck, die Organisation des Unterrichts, Schulpflicht und Schulanwesenheit sowie die Rolle der Schule als gesellschaftliche Institution.
Dem stellt das Buch eine andere Vorstellung von Bildung gegenüber: Lernen soll stärker von Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Beziehung, individueller Förderung und demokratischer Teilhabe geprägt sein. Lehrkräfte werden dabei keineswegs überflüssig. Ihre Rolle verändert und erweitert sich: Neben fachlicher Instruktion gewinnen Lernbegleitung, Beratung, diagnostische Unterstützung und die Gestaltung geeigneter Lernumgebungen an Bedeutung.
Selbstbestimmtes Lernen bedeutet deshalb nicht, Kinder und Jugendliche sich selbst zu überlassen. Es verbindet Eigenverantwortung mit verlässlicher Lernbegleitung, geeigneten Lernumgebungen, individueller Unterstützung und gemeinschaftlichem Lernen.
Gleichzeitig betont das Buch, dass viele Probleme nicht durch kleine Reformen lösbar seien, sondern nur durch einen grundlegenden Strukturwandel. Schule müsse neu gedacht werden, weg von Standardisierung und hin zu individueller Förderung durch Coaching, Beziehung, Selbstverantwortung und demokratischer Lernkultur.
Das Buch führt von einer kritischen Analyse des traditionellen Schulsystems zu der Frage, wie eine wissenschaftlich begründete Alternative aussehen kann. Historische Entwicklungslinien der Schule werden dabei ebenso betrachtet wie aktuelle Befunde der Bildungsforschung, Lernpsychologie, Motivationsforschung und Unterrichtsforschung. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bedingungen Lernen, Selbstwirksamkeit, Persönlichkeitsentwicklung und verantwortliche Selbstbestimmung fördern.
Einen besonderen Stellenwert haben reformpädagogische und alternative Bildungsansätze. Montessori- und Freinet-Pädagogik, Jenaplan, offene Unterrichtsformen, demokratische Schulen, Freie Schulen und innovative staatliche Schulen werden nicht als fertige Patentrezepte verstanden. Untersucht wird vielmehr, welche ihrer Prinzipien sich mit heutigen Erkenntnissen über Lernen und Entwicklung verbinden lassen und welche Grenzen und offenen Fragen bestehen.
Daraus entwickelt das Buch Perspektiven für eine neue Lernkultur: mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, individuelle Lernwege, jahrgangsgemischtes Lernen, kooperative und projektorientierte Lernformen, veränderte Formen der Leistungsrückmeldung sowie eine neue Rolle der Lehrkräfte als fachlich kompetente Lehrende, Lernbegleiter und Berater. Ziel ist keine einzelne Methode für alle Schulen, sondern eine vielfältige Bildungslandschaft, die Freiheit und Verantwortung mit wissenschaftlich begründeter Lernbegleitung verbindet.
Zentrale Themen und Thesen des Buches
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- Selbstbestimmtes und selbstgesteuertes Lernen: Wie können Schülerinnen und Schüler schrittweise Verantwortung für ihre eigenen Lernprozesse übernehmen?
- Lernen ohne permanente Notenorientierung: Welche Formen der Rückmeldung, Dokumentation und Leistungsbewertung können Lernen besser unterstützen?
- Reformpädagogik und alternative Schulkonzepte: Was können Montessori, Freinet, Jenaplan, demokratische Schulen, Freie Schulen und innovative staatliche Schulen zur Weiterentwicklung von Schule beitragen?
- Lernbegleitung und Instruktion: Selbstbestimmtes Lernen und fachliche Anleitung sind keine Gegensätze. Entscheidend ist eine situations- und lernstandsangemessene Verbindung.
- Individualisierung und gemeinschaftliches Lernen: Unterschiedliche Lernwege und Lerngeschwindigkeiten können mit Kooperation, jahrgangsgemischten Lerngruppen und gemeinsamen Projekten verbunden werden.
- Motivation, Selbstwirksamkeit und Beziehung: Nachhaltiges Lernen braucht nicht nur fachliche Anforderungen, sondern auch Autonomieerleben, Kompetenzentwicklung und tragfähige Beziehungen.
- Schule als demokratischer Lebensraum: Mitbestimmung, Verantwortung und demokratische Erfahrungen gehören zu einer Bildung, die junge Menschen auf gesellschaftliche Teilhabe vorbereitet.
- Lehrkräfte in einer veränderten Rolle: Lehrkräfte bleiben fachlich verantwortlich, werden aber stärker auch zu Lernbegleitern, Beratern, Diagnostikern und Gestaltern geeigneter Lernumgebungen.
- Vielfalt statt Einheitsmodell: Nicht eine einzige Schulform oder Methode soll für alle verbindlich sein. Das Buch plädiert für eine vielfältige Bildungslandschaft und pädagogische Methodenfreiheit.
- Transformation statt permanenter Einzelreformen: Die grundlegende Frage lautet nicht nur, wie bestehender Unterricht verbessert werden kann, sondern welche Strukturen Schule im 21. Jahrhundert überhaupt benötigt.
Im Zentrum des Buches steht die Überzeugung, dass eine zukunftsfähige Schulreform über einzelne Veränderungen von Lehrplänen, Unterrichtsmethoden oder Prüfungsformen hinausgehen muss. Schule sollte stärker von den Voraussetzungen des Lernens und der Entwicklung junger Menschen her gedacht werden. Selbstbestimmtes Lernen bedeutet dabei nicht, Kinder und Jugendliche sich selbst zu überlassen. Es verbindet Eigenverantwortung mit verlässlicher Lernbegleitung, geeigneten Lernumgebungen, individueller Unterstützung und gemeinschaftlichem Lernen.
Das Buch stellt deshalb die Frage, wie eine Schule aussehen kann, die unterschiedliche Lernwege und Lerngeschwindigkeiten ermöglicht, Selbstwirksamkeit fördert und auf permanente Auslese und Konkurrenz möglichst verzichtet. Alternative Schulkonzepte, Reformpädagogik, Freinet-Pädagogik, Montessori-Pädagogik, demokratische Schulen und Beispiele innovativer Schulentwicklung zeigen, dass Lernen auch anders organisiert werden kann. Ziel ist keine einzelne pädagogische Methode, die für alle gelten soll, sondern eine vielfältige Lernkultur, die Freiheit und Verantwortung miteinander verbindet.
Für wen ist dieses Buch gedacht?
Das Buch richtet sich an Eltern, Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen sowie an alle Bildungsinteressierten, die Schule nicht nur verwalten oder punktuell reformieren, sondern grundsätzlich neu denken möchten. Es wendet sich an Menschen, die nach Wegen suchen, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung mit fachlichem Lernen, verlässlicher Begleitung und gemeinschaftlicher Verantwortung zu verbinden.
Es versteht sich dabei nicht als fertige Blaupause für die Schule der Zukunft. Vielmehr lädt es dazu ein, vertraute Strukturen kritisch zu hinterfragen, wissenschaftliche Erkenntnisse ernst zu nehmen und unterschiedliche pädagogische Alternativen offen zu prüfen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schule jungen Menschen helfen kann, Wissen und Kompetenzen zu erwerben und zugleich Selbstwirksamkeit, Urteilsfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft und Mündigkeit zu entwickeln.
Das Buch ist zum Selbstkostenpreis erhältlich
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E-Mail: info[at]wernerhaser.de
Abschied vom Unterricht, wie wir ihn kennen – Ein Plädoyer für freies Lernen in Selbstbestimmung